by Nathalie

Knoblauch – Die Wunderknolle mit Heilwirkung

Knoblauch – Die Wunderknolle mit Heilwirkung

In den meisten Teilen der Welt wird Knoblauch als Gewürz oder eingelegt als Gemüse verwendet. Besonders gerne wird er für Spaghetti aglio e olio, Knoblauchgambas, Tzatziki, Knoblauchbrot, Aioli und andere Gewürzsaucen benutzt. Selbst Fleisch bekommt durch Knoblauch einen ganz besonderen und intensiven Geschmack. In Spanien kommen für einige Gerichte nicht nur die Knollen zum Einsatz, die Menschen verwenden zusätzlich die Sprossen und Keime dieser herrlichen Pflanze. In manchen deutschen Gebieten auch “Stinkerzwiebel” genannt, stammt der Knoblauch ursprünglich aus Zentralasien und findet nicht nur in unzähligen Speisen eine beliebte Verwendung. Er eignet sich hervorragend als Heilmittel und ist mit seinen Inhaltsstoffen außerordentlich gesund für den menschlichen Körper.

Wirksame Inhaltsstoffe

  • Ätherische Öle
  • Vitamine (A, B1, B3, B5, B6, C, E, H)
  • Mineralstoffe und Spurenelemente
  • Alliiin und Allicin
  • Schwefelhaltige Inhaltsstoffe
  • Ajoen
  • Scordinne
  • Adenosin
  • Schwefelfreie Antibiotika
  • Flavonoide
  • Verschiedene Enzyme

 Die Geschichte des Knoblauchs

Der Ur-Knoblauch wurde bereits vor etwa 5.000 Jahren in Zentralasien angebaut und gelangte von dort aus über den Vorderen Orient nach Europa. In Ägypten wurde er sogar als heilige Pflanze angesehen und den Pharaonen als Grabbeigabe auf ihren letzten Weg mitgegeben. Selbst beim Bau von Pyramiden erhielten die Arbeiter rohe Zwiebeln und Knoblauch, um sich zu stärken und um gesund zu bleiben. Deshalb galt Ägypten auch als Knoblauchland des Altertums. Bei den römischen Ärzten erfreute sich der Knoblauch einer ganz besonderen Wertschätzung. Wenn sie in ein neues Land kamen, pflanzten sie zuerst Knoblauch an, da er neben seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, auch den Soldaten auf ihren Märschen als wirksames Mittel gegen Fußpilz diente.

Im Prinzip spielte es keine Rolle in welchem Land er medizinisch angewendet wurde, seine Haupteinsatzgebiete waren fast immer dieselben. Er half den Leuten bei Atemwegserkrankungen, Infektionen aller Art, Verdauungsstörungen, Schwächezuständen, Schlangenbissen und sogar bei Wurmbefall. Im Mittelalter benutzten ihn die Menschen gegen Pest und andere ansteckende Krankheiten. Ein paar Jahre später auch gegen Skorbut und Rheuma.

Heilwirkung

Die positiven Wirkungen auf die Gesundheit ist auf das Gesamtpaket sämtlicher Inhaltsstoffe zurückzuführen. Dennoch ist Allicin jener Stoff, der dem Knoblauch den Geruch und seine Hauptwirkung verleiht. Die Vorstufe von Allicin ist Alliin, eine nicht proteinogene, schwefelhaltige Aminosäure. Sie ist der natürliche Inhaltsstoff von Knoblauch, Bärlauch und sonstigen verschiedenen Laucharten. Wird der Knoblauch durch Schälen, Schneiden oder Hacken verletzt, setzt sich ein Enzym namens Alliinase frei, das durch den Einfluss von Luft mit dem Alliin reagiert. Durch diese chemische Reaktion entsteht Allicin.

Allicin erhöht im Blut zwei antioxidativ wirksame Enzyme, nämlich die Katalase und die Glutathionperoxidase. Dadurch können vermehrt freie Radikale abgefangen werden und somit Schäden an den Zellmembranen vermieden werden. Der gesamte Alterungsprozess wird verlangsamt. Inklusive der Alterungsprozesse des Gefässsystems (Arteriosklerose) können dadurch eingedämmt werden. Zusätzlich sorgt die gefässerweiternde Wirkung des Allicins dafür, dass eine bessere Versorgung der Zellen im Gehirn stattfindet, die bei Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz, grauen sowie grünen Star sehr hilfreich sein kann.

Eine weitere nützliche Schwefelverbindung im Knoblauch ist Ajoen. Sie baut den Gerinnungsstoff Fibrin ab und verdünnt das Blut daher auf natürliche Weise. Diese ganzen tollen Inhaltsstoffe wirken auf natürliche Weise vorbeugend gegen Blutgerinnsel, Thrombosen oder Schlaganfälle. Zusätzlich wird Knoblauch erfolgreich bei Darmproblemen eingesetzt. Er fördert den gesunden Erhalt der Darmflora, die den grössten Teil des menschlichen Immunsystems ausmacht. Ein gut funktionierendes Darmmilieu sorgt für eine bessere Verwertbarkeit von Nährstoffen, was sich positiv auf den gesamten Organismus auswirkt.
Wenn Bakterien bereits resistent gegen Antibiotika sind, erziehlt der Knoblauch manchmal sogar hier eine bessere Wirkung als die Chemie. Zusätzlich ist er gut gegen Harnwegsinfekte, wird in der Krebsprävention verwendet und schützt die Leber.  Der antibakteriell wirkende Knoblauch ist desinfizierend, krampflösend und steigert die Sekretion. Gerne wird er auch zur Abwehr von stechenden Insekten oder gegen Blattläuse eingesetzt. Zusätzlich stärkt er das Immunsystem und wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten.

Hausmittel mit Knoblauch

Trockener Husten

Eine zerquetschte Knoblauchzehe mit 1/4 L Milch auf kleiner Flamme etwa 10 Minuten köcheln lassen und dann lauwarm in kleinen Schlucken trinken.

Pickel und Warzen

Eine Knoblauchzehe in Scheiben schneiden und den Pickel mit dem Knoblauch bestreichen. Bei einer Warze legt man die Knoblauchscheibe auf die betroffene Stelle, klebt ein Pflaster darüber und lässt das Ganze über Nacht einwirken.

Herpes

Fiese Herpesbläschen können mit der Kraft von Knoblauch erfolgreich bekämpft werden. Sobald die ersten Bläschen sichtbar sind, sofort eine Knoblauchzehe in Scheiben schneiden und für 10 Minuten auf die betroffene Stelle legen. Danach den Knoblauch entfernen, die Stelle reinigen und insgesamt 5 Mal wiederholen. Durch die antibakterielle Wirkung sollten die Herpesbläschen nach 12 Stunden verschwunden sein. In besonders hartnäckigen Fällen die Behandlung am nächsten Tag wiederholen.

Ohrenschmerzen

Bio-Knoblauch waschen und in kleine Stücke schneiden. Danach wird ein Stück davon ins Ohr (nicht in den Gehörgang) gelegt und mit einem Verband oder einem Pflaster befestigt. Der Knoblauch muss über Nacht einwirken und am nächsten Tag entsorgt werden. Normalerweise sollten die Beschwerden danach abklingen und eine Besserung der Symptome eintreten. Sollte dem nicht der Fall sein, ist die Prozedur zu wiederholen. Wenn nach spätestens der 3. Behandlung keine Besserung eintritt, ist der Gang zum Arzt erforderlich. Bei chronischen Ohrenleiden bitte sofort zum Arzt gehen!

Wie bei der Verwendung von allen Hausmitteln gilt auch hier: Wenn nach wenigen Tagen keine Besserung der Symptome eintritt, bitte immer den Arzt aufsuchen.

Quellenhinweise:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/knoblauch.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Knoblauch

https://gesund.co.at/knoblauch-heilpflanzenlexikon-23388/

https://bessergesundleben.de/knoblauch-und-zwiebel-im-ohr-wirken-wunder/
http://www.knoblauchinfo.de/knoblauch-inhaltsstoffe/



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