Kräutersirup

Kräutersirup

Erfrischender Sirup, der deinen Durst im Nu stillt!

Auf unserem Balkon gedeihen die Kräuter ziemlich gut, weshalb ich immer sehr viel davon übrig habe. Konkret habe ich einen Strauch Pfefferminze und einen Strauch Zitronenmelisse, die ich für die Sirupherstellung verwenden kann. Die Holunderblüten sammle ich in der Natur. Man möge meinen, dass die Herstellung von Sirup sehr viel Arbeit bedeutet und wahnsinnig schwierig ist aber dem ist absolut nicht der Fall. Als ich vor ein paar Jahren damit begonnen habe, war ich selber überrascht wie einfach es ist.

Für die Herstellung von Säften brauchst du nicht sehr viel Grundausstattung. Nur einen geeigneten Topf, ein kleines Sieb, einen Trichter und saubere, leere Glasflaschen. Diese Flaschen sind super, denn sie sind nicht teuer, erfüllen ihren Zweck und du kannst sie immer wieder verwenden.

Zusätzlich brauchst du noch ein paar Kräuter, Zucker und Zitronensäure. Manche Leute nehmen stattdessen Sirupzucker aber ich kann das nicht empfehlen. Als ich mit der Sirupherstellung begonnen habe, verwendete ich ebenfalls Sirupzucker. Jedoch habe ich sehr schnell gemerkt, dass jeder Sirup dann ziemlich ähnlich schmeckt und das möchte ich nicht. Wenn ich Zitronenmelissensirup herstelle, soll er auch nach Zitronenmelisse schmecken und nicht nach dem Sirupzucker.

 

Zitronenmelissensirup (ergibt etwa 3 L Sirup)

Zitronenmelissensirup.

Du brauchst:

  • 3 Handvoll Zitronenmelisse
  • 2 kg Zucker
  • 40 g Zitronensäure
  • 2 L Wasser
  • 1 – 2 Zitronen (wenn du es extra zitronig haben möchtest)

So geht’s:

Das Wasser mit dem Zucker und der Zitronensäure aufkochen bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Währenddessen die Zitronenmelisse (inkl. Stengel) waschen und in das Zuckerwasser rühren. Bei Bedarf noch Zitronenscheiben hinzufügen und zugedeckt 24 Stunden ziehen lassen. Ich lasse den Topf immer am ausgeschalteten Herd stehen. Wenn die 24 Stunden vorbei sind, das Kraut abseihen und für 3 Minuten nochmal aufkochen. Danach wird der Sirup in sterile Flaschen gefüllt.

Ich mache das so: Ich koche mit dem Wasserkocher heißes Wasser und fülle die sauberen Flaschen und auch die Deckel bis zum Rand damit voll.  Danach wird es sehr heiß, deshalb empfehle ich Küchenhandschuhe. Ich leere das heiße Wasser aus der Flasche und stecke einen Trichter in den Flaschenhals. Danach gieße ich den Sirup langsam durch das Sieb in die Flasche. Ich mache es deshalb so, damit keine kleinen Kräuterflusel im Sirup enthalten sind. Hier musst du sehr vorsichtig sein, denn wenn du zuviel Sirup in den Trichter schüttest, springt manchmal ein Teil davon wieder heraus. So habe ich mich schon gut verbrannt. Danach verschließt du die Flaschen so fest wie möglich. Das wars. Wirklich keine Hexerei oder?

Holunderblütensirup (ergibt etwa 2 L Sirup)

Holunderblütensirup in der Entstehung.

Du brauchst:

  • 10 – 15 Holunderblütendolden
  • 1 kg Zucker
  • 15 – 25 g Zitronensäure
  • 1 L Wasser

So geht’s:

Die Dolden bitte nur in vollreifem Zustand ernten, d.h. sie müssen stark duften und geöffnet sein. Beim Waschen der Dolden musst du sehr vorsichtig sein, denn sie lösen sich leicht vom Stengel. Ich lege sie kurz ins kalte Wasser und wasche sie ganz leicht ein bisschen durch, sodass eventuelle Insekten entfernt werden. Manche Leute verzichten darauf aber ich persönlich habe keinen Bock auf eine Spinne in meinem Sirup. Danach werden die Dolden mit 1 L Wasser für 24 Stunden angesetzt. Nach Ablauf der Zeit das Wasser durch ein feines Sieb seihen und mit dem Zucker und dem Zitronat aufkochen. Das Abfüllen funktioniert wie oben beschrieben.

Pfefferminzsirup (ergibt etwa 1,5 L Sirup)

Frischer Pfefferminzsirup.

Dieses Rezept ist für Leute, die Sirupzucker ausprobieren wollen.

  • 1 großer Bund Pfefferminze (alternativ Hugominze)
  • 1 kg Sirupzucker
  • 3/4 L Wasser

So geht’s:

Der Sirupzucker wird mit dem Wasser aufgekocht bis eine klare Flüssigkeit entstanden ist. Währenddessen kannst du die Minze waschen und die Blätter von den Stielen zupfen. Hier brauchen wir die Stiele nämlich nicht. Danach den Herd abschalten und die Minze in das Zuckerwasser rühren. Manche schreiben in ihren Rezepten, man muss das Wasser über die Kräuter schütten aber ich mag nicht zwei Töpfe abwaschen wenn man das Kraut genauso gut einrühren kann. Diesen Sirup musst du für 48 (!) Stunden im Kühlschrank zugedeckt ziehen lassen. Ich kann ihn auch Leuten empfehlen, die keine Pfefferminze mögen. Durch den Sirupzucker schmeckt man die Pfefferminze kaum.

Tipp: Wenn die Flaschen leer getrunken sind, spüle ich sie im Geschirrspüler sauber. Das funktioniert ganz gut.

Keine Kräuter zur Hand?

Wie wäre es stattdessen mit einem leckeren Apfel-Zimt-Sirup?

Siehe hier: http://www.feelthemeal.at/weihnachtlicher-apfelsirup/