by Nathalie

Kürbis mit Quinoa-Hackfleischfüllung

Kürbis mit Quinoa-Hackfleischfüllung

Jack O’Lantern is back!

Jack O’Lantern ist ein ausgehöhlter Kürbis, in den eine schaurige Fratze geschnitzt wurde. In der Mitte befindet sich eine Kerze und dadurch entsteht die Kürbislaterne, die sich auch in unseren Breitengraden zu Halloween besonders großer Beliebtheit erfreut. Ursprünglich stammt dieser Brauch jedoch aus Irland und wurde von irischen Einwanderern in die USA gebracht und dort ausgebaut. Natürlich gibt es zu dem guten Jack auch eine gruselige Legende. Wollt ihr sie hören?

Die Legende von Jack O’Lantern

Vor Tausenden von Monden lebte in Irland ein geiziger und trunksüchtiger Hufschmied namens Jack Oldfield. Als Jack am Abend vor Allerheiligen in der Kneipe seines Dorfes den Durst nach Alkohol löschen wollte, stand plötzlich der Teufel neben ihm um ihn zu holen. Für einen letzten Drink bot Jack dem Teufel seine Seele an, der das Angebot nur allzu gerne annahm. Da der Teufel keine Münze zur Hand hatte, verwandelte er sich selbst in eine Sixpence Münze um den Wirt zu bezahlen. Der geizige Jack jedoch, steckte die Münze schnell in seinen Geldbeutel und verschloss ihn so fest es ging. Da sich ein kleines Silberkreuz im Geldbeutel befand, konnte der Teufel sich nicht zurückverwandeln und war gezwungen mit Jack zu verhandeln.

Im Gegenzug für seine Freiheit, durfte Jacks Seelen noch 10 weitere Jahre frei sein. Allerdings waren diese 10 Jahre sehr schnell vorbei und so kam es, dass in der Nacht vor Allerheiligen der Teufel abermals an Jacks Tür klopfte. Der gerissene Jack schaffte es dem Teufel noch einen Gefallen abzuluchsen. Und zwar wollte er als Henkersmahlzeit einen Apfel haben, den der Teufel vom Apfelbaum pflücken sollte. Aber als der Teufel auf den Baum kletterte, ritzte Jack schnell ein Kreuz in den Stamm und der Teufel war wieder gefangen. Der Teufel verhandelte noch einmal mit Jack und als dieser das Kreuz vom Baum wieder entfernte, versprach der Teufel Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe zu lassen.

Irgendwann jedoch war Jacks Zeit gekommen und da er in seinem ganzen Leben kein braver Mensch gewesen war, verweigerte ihm der Himmel den Einlass. Er wurde zu den Toren der Hölle geschickt aber da der Teufel das Versprechen gab, Jacks Seele niemals zu holen, wurde ihm auch dort der Einlass verwehrt. Also gab ihm der Teufel eine Kohle aus dem Höllenfeuer und schickte ihn dorthin zurück woher er gekommen war. Jack steckte die glühende Kohle in eine Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte und wandelt seitdem am Abend vor Allerheiligen als verdammte Seele durch die Dunkelheit. Aus dieser Legende stammt der Brauch am Abend vor Allerheiligen eine Kerze in einen Kürbis zu stecken, der dadurch böse Geister abhalten soll.

Kürbisse erfreuen sich jedoch nicht nur zu Halloween großer Beliebtheit. Sobald der Sommer vorbei ist, können viele von euch es kaum erwarten, das erste köstliche Kürbiscremesüppchen zu kochen. Besonders lecker schmeckt es mit Kürbiskernöl und ich finde, es gehört zum Herbst einfach dazu. Allerdings kann man Kürbisse auch wunderbar füllen. Deshalb gibt es heute von mir ein kreatives Rezept mit Quinoa und herrlichen aromatischen Gewürzen, die dem Kürbis eine orientalische Note verleihen. Ausprobieren lohnt sich!

Vorweg: Bei der Kürbisauwahl sollte man sich für jene Art von Kürbis entscheiden, die einem schmeckt. Der Hokkaido ist vom Geschmack her süßlicher als der Butternusskürbis und daher nicht für jeden Gaumen geeignet. Von der Menge her empfehle ich pro Person einen kleinen Kürbis. Ein mittelgroßer Kürbis reicht für zwei Personen.

Wer Gewürze wie Kurkuma, Koriander und Cumin nicht zu Hause hat, kann alternativ auch Currypulver verwenden. Der Geschmack verändert sich dadurch natürlich aber es schmeckt genauso gut. Alternativ zu Quinoa kann auch Couscous oder Reis verwendet werden. Lasst euch bitte nicht von den Zutaten abschrecken.

Das Rezept ist für 4 Personen.

Du brauchst:

  • Entweder 5 kleine oder 3 mittelgroße Kürbisse (Butternuss oder Hokkaido)
  • 1 kleine Zwiebel
  • etwa 250 g Hackfleisch
  • 1 mittelgroße Knoblauchzehe
  • Eine Handvoll Quinoa
  • 1 EL Creme Fraiche
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma, Koriander (gemahlen), Cumin
  • Etwas Speiseöl
  • 0,5 Packung Feta
  • Wasser

So geht’s:

Bitte das Backrohr auf 175° C vorheizen!

Von den 5 Kürbissen werden 4 ausgehöhlt und im Backrohr auf unterster Schiene 20 Minuten vorgegart. Der 5. Kürbis wird geschält, von den Kernen befreit und in kleine Stücke geschnitten. Manche Menschen essen die Schale mit, ich schäle den Kürbis jedoch wenn ich ihn für eine Füllung nehme. Der Grund liegt in der Konsistenz. Jetzt wird die Zwiebel in kleine Würfel geschnitten und mit ein bisschen Öl goldgelb angebraten. Danach gesellt sich das Hackfleisch zur Zwiebel und ich presse die Knoblauchzehe darüber.

Wenn das Hackfleisch durch ist, füge ich die Kürbisstücke und den Quinoa hinzu und gieße mit Wasser auf, bis das Ganze knapp bedeckt ist. Die Gewürze gebe ich jetzt schon in die Pfanne, damit sie während dem Kochen schön in den Quinoa einziehen können. Ich nehme etwa 1 TL Cumin, 2 TL Kurkuma, 0,5 TL Koriander, eine Prise Pfeffer und Salz nach Geschmack. Falls dir ein Gewürz davon nicht schmeckt oder du hast es nicht zu Hause, dann lass es einfach weg. Ich lasse bei jeder Speise die Muskatnuss weg, da ich Muskat nicht mag und keinem fällt es auf. 🙂 Die Masse muss jetzt so lange köcheln bis der Quinoa durch ist. Das kann schon 20 Minuten dauern. Er ist durch wenn er seine körnige Konsistenz verloren hat und sich so kleine Ringe gebildet haben. Bitte immer wieder etwas aufgießen, falls das Wasser knapp wird. Der Quinoa braucht um gar zu werden jede Menge Flüssigkeit. Wenn die Füllung fertig ist, salze ich noch einmal nach und verfeinere mit Creme Fraiche.

Jetzt können die Kürbisse gefüllt werden. Ich fülle abwechselnd einen Löffel Quinoa-Hackfleisch-Füllung und ein Stück Feta in den Kürbis. Die letzte Schicht schließe ich mit der Füllung ab und backe die Kürbisse für weitere 10 Minuten im Rohr. Danach verteile ich den restlichen Feta auf den Kürbissen und gebe dem Rohr noch einmal 200° Grad Power, bis der Feta eine leicht bräunliche Farbe bekommen hat.

Dazu passt sehr gut ein Kräuterdip mit Knoblauch.

 

Quellenhinweise zur Legende: Wikipedia



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