by Nathalie

Mama’s Kärntner Nudeln

Mama’s Kärntner Nudeln

Mama’s Kärntner Nudeln

Wie aufmerksame LeserInnen vielleicht bemerkt haben, stamme ich ursprünglich aus dem Süden von Österreich … nämlich aus Kärnten. So wie jedes andere Bundesland hat auch Kärnten eigene Spezialitäten, die die Gaumen der Bewohner entzücken. Heute stelle ich euch mein absolutes Lieblingsessen aus der Kindheit vor, die Kärntner Nudeln meiner Mutter! Das sind nicht irgendwelche Kärntner Nudeln, das sind die ALLERBESTEN Kärntner Nudeln auf der ganzen Welt. Ja, ich weiß es ganz genau, denn ich habe schon Hunderte von diesen Nudeln gegessen und keine Einzige hat so gut geschmeckt wie die von Mama Josie. Das liegt daran, dass sie das Originalrezept optimiert hat. Das Rezept ist zwar ein bisschen tricky aber mit ein bisschen Geduld, gelingen die Kärntner Nudeln bestimmt und hier gilt wie überall im Leben: Übung macht den Meister. Also nicht traurig sein, wenn die Nudeln vielleicht nicht exakt so aussehen wie auf dem Foto. Das Wichtigste ist: Sie müssen schmecken und das werden sie bestimmt! Jetzt will ich euch gar nicht länger auf die Folter spannen. Hier ist das Rezept:

Das Rezept ist für 12 Kärntner Nudeln.

Die originalen Kärntner Nudeln meiner Mutter. Einfach köstlich!

Du brauchst:

  • 500 g Bröseltopfen
  • 5 – 6 große Kartoffeln (gekocht)
  • 1/2 Stange Lauch/Frühlingszwiebeln (fein ringelig geschnitten)
  • 0,5 Zwiebeln (fein würfelig gehackt)
  • 3 Knoblauchzehen mittelgroß (gepresst)
  • Salz
  • Etwas Butter und Speiseöl

Für den Teig:

  • 500 g Mehl
  • 1 Ei
  • Eine Prise Salz
  • Wasser

So geht’s:

Zuerst wird der Teig vorbereitet, da er 30 Minuten rasten muss. Dazu wird das Mehl in eine Schüssel gegeben und mit dem Salz gut vermischt. Danach kommt ein Ei dazu und wird mit den Händen ins Mehl eingearbeitet. Jetzt fehlt nur noch das Wasser. Meine Mutter fügt das Wasser immer nach Gefühl hinzu. Das bedeutet, immer wieder kleine Portionen an Wasser zum Mehl geben und kneten, bis sich eine schöne Masse entwickelt. Der Teig sollte in etwa die Konsistenz haben wie Plastilin. Wenn das erreicht ist, nimmt man die Teigkugel aus der Schüssel und knetet den Teig auf der Arbeitsfläche so lange durch, bis er nicht mehr auf der Arbeitsfläche klebt. Falls zu viel Wasser verwendet wurde, einfach mit ein bisschen Mehl ausgleichen. Danach gibt man den Teig wieder zurück in die Schüssel, legt ein Tuch darüber und lässt den Teig 30 Minuten rasten.

Für die Fülle werden die Kartoffeln gekocht und zerstampft. Danach bitte den Topfen hinzufügen und gut mit den Kartoffeln vermischen. Die Zwiebeln werden klein würfelig gehackt, der Lauch wird ganz fein ringelig geschnitten und mit 2 gepressten Knoblauchzehen leicht goldgelb angeröstet. Hier gilt weniger ist mehr. Konkret bedeutet es, dass nur so lange geröstet werden soll, bis der Zwiebel ganz leicht bräunlich ist, fast noch blass. Es geht nur darum, dass die Aromen durch das Rösten hervortreten können. Wir benötigen hier aber keine Röstaromen. Nachdem die Zwiebel-Lauchmischung abgekühlt ist, wird sie zur Kartoffeltopfenmasse gegeben, mit den Händen gut vermengt und mit Salz abgeschmeckt. Danach werden mit einem Löffel kleine Knödel geformt und mit dem Teig zu Nudeln verarbeitet.

Die rohen, ungekochten Nudeln.

Das geht so: Ein bisschen Mehl auf die Arbeitsfläche geben, den Teig etwa 2 mm dünn ausrollen und die Knödel drauf legen. Danach wird der Teig über die Knödel geklappt und die Enden gekrendelt. Beim Krendeln bitte darauf achten, dass die Teigtasche fest verschlossen ist, denn sonst tritt beim Kochen die Fülle zum Vorschein und das sind dann die Nudeln, die mich jedes Mal ärgern. Wenn alle Nudeln fertig sind, können sie gekocht werden.

Achtung beim Kochen! Die Nudeln bitte vorsichtig ins kochende Salzwasser geben und dann so lange mit einem Kochlöffel rühren, bis sie oben schwimmen. Macht man das nicht, kleben sie am Topf fest und der Teig öffnet sich. Endfazit: Die Masse tritt hervor und schwimmt im Nudelwasser. Deshalb immer schön rühren und sobald die Nudeln oben schwimmen, den Herd auf mittlere Hitze schalten und die Kärntner Nudeln unter gelegentlichem Rühren etwa 20 – 30 Minuten garen. Kurz bevor sie fertig sind, schmilzt man etwas Butter in einem kleinen Topf und röstet die letzte gepresste Knoblauchzehe darin ein bisschen an. Die Nudeln werden aus dem Wasser geholt und mit der zerlassenen Knoblauchbutter serviert. Herrlich! Tipp: Übrig gebliebene, gekochte Nudeln können am nächsten Tag mit Butter angeröstet und als Nudelgröstl gegessen werden! Schmeckt ebenfalls sehr gut.

 

Kärntner Nudeln eignen sich auch sehr gut zum Einfrieren. Am Besten ist, wenn man sie etwa 10 Minuten vorkocht und erst dann einfriert. So wird verhindert, dass der empfindliche Teig ein Loch bekommt. Sie werden dann gefroren ins kochende Salzwasser gegeben und werden etwa 15 Minuten wie oben beschrieben gekocht.

 

 

 

 

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code