by Nathalie

Schwarzwälder Kirschtiramisu

Schwarzwälder Kirschtiramisu

Die cremige Alternative zur Torte!

Schmeckt dir Schwarzwälder Kirschtorte? Wenn ja, wirst du dieses Tiramisu lieben!

Tiramisu kennt jeder… Tiramisu liebt jeder… oder sagen wir “fast” jeder. Ich persönlich liebe es in allen möglichen Variationen.
Meine erste Bekanntschaft mit Tiramisu, habe ich bereits in der Schulzeit gemacht und zwar noch bevor ich je davon probiert hatte. Wenn ich mich an meine Italienischlehrerin erinnere, sehe ich heute noch vor mir, wie ihr das Wasser im Munde zusammen gelaufen ist, als sie uns euphorisch die Bedeutung dieses cremigen Desserts aus Venetien erklärt hatte. TIRA-MI-SU bedeutet ZIEH MICH HOCH. Vielen Dank Frau Unterkreuter Sie haben gute Arbeit geleistet, diese drei Worte haben sich bis heute in mein Gehirn gebrannt. 😉 Mittlerweile verstehe ich auch, warum sich meine Lehrerin damals dazu entschlossen hatte, ihren Schülern das beizubringen, obwohl die meisten von uns im Alter von 12 Jahren klarerweise noch keine Desserts mit Alkohol essen durften. Dem klassischen Rezept wird nämlich neben Espresso, auch Alkohol in Form  von Marsala (einem sizilianischen Likörwein) oder Amaretto hinzugefügt. In Österreich wird stattdessen meistens Weinbrand oder Rum verwendet.

Ich nehme nichts davon, da ich sämtliche Desserts OHNE Alkohol zubereite. Abgesehen davon, dass mir keine Desserts mit Alkohol schmecken, sollen meine Kinder die Möglichkeit haben an meinen Leckereien zu naschen . Falls jemand bei diesem Rezept den Alkohol vermisst, kann der Kirschsaft mit Kirschwasser ersetzt werden. Um Missverständnissen vorzubeugen: Kirschsaft ist nicht dasselbe wie Kirschwasser. Kirschwasser ist ein Obstbrand und in fast jedem Supermarkt erhältlich.

Mein Rezept für Schwarzwälder Kirschtiramisu ist eine Eigenkreation. Ich hatte so richtig Lust auf Kirschen und dachte die Kombination von Mascarpone, Kirschen und Schokolade schmeckt bestimmt köstlich. Et voila! Das ist daraus geworden. 🙂

Das Rezept ist für etwa 4 Personen.

Du brauchst:

  • 1 Becher Mascarpone zu 250 g
  • etwa 1,5 Becher Sahne
  • Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Löffelbiskuits oder Butterkekse
  • 1 Glas Kirschen entsteint
  • Schokoladeflocken

So geht’s:

Zuerst bitte die Kirschen abtropfen lassen und den Kirschsaft sammeln. Ich stelle dazu das Sieb auf eine Salatschüssel. So tropfen die Kirschen ab und gleichzeitig wird der Saft aufgefangen. 🙂

 

Danach wird die Schlagsahne halbsteif geschlagen. Ich schlage sie deshalb nicht ganz steif, weil die Mascarpone noch untergehoben werden muss und die Creme ansonsten zu fest wird. Sollte ein Malheur passieren und die Creme wird dennoch zu fest, einfach ein bisschen flüssige Sahne oder Milch unterrühren. Die Creme sollte eine fluffige leichte Konsistenz haben. Wenn die Sahne halbfest ist, wird die Mascarpone und der Vanillezucker eingerührt sowie nach Geschmack gezuckert. Ich gebe bei Zucker keine genauen Angaben, weil jeder Mensch eine eigene Süßungsvorliebe hat. Was für den Einen zu süß ist, ist für den Anderen zu geschmacklos. Deshalb möchte ich, dass jeder nach seinem Geschmack süßt.

Wenn die Creme fertig ist, nehme ich eine Form und beginne mit dem Schichten. Ich fange bei jedem Tiramisu mit einer Schicht Creme an. Das mache ich deshalb, weil es oft sein kann, dass die Flüssigkeit nicht bis ganz nach unten durchzieht und ich keinen harten Boden haben möchte. Warum kann das passieren? Entweder weil man das Tiramisu zu kurz ziehen lässt oder weil die Keksschichten zu wenig Flüssigkeit erhalten. Wenn die erste Schicht eine Cremeschicht ist, sorgt dies zusätzlich für ein bisschen Feuchtigkeit von unten, sodass die erste Keksschicht garantiert nicht hart bleiben wird.

Auf die Creme kommt jetzt eine Schicht Kekse oder Löffelbiskuits. Habe ich Löffelbiskuits, tauche ich sie einzeln vor dem Schichten für eine Sekunde in den Kirschsaft. Schnell eintauchen und gleich wieder rausziehen! Bitte nicht zu lange im Saft lassen, sonst hat man nachher eklig labbrige Biskotten im Tiramisu. Das gilt übrigens für alle Tiramisurezepte. Mag sein, dass die Biskuits so wirken als wären sie nicht feucht genug. Sie sind es trotzdem und da die Feuchtigkeit noch nachzieht ist das völlig ausreichend. Verwende ich Kekse, mache ich das anders. Hier schichte ich die Kekse auf die Creme und träufle erst dann mit einem Löffel den Saft darüber. Warum mache ich das? Weil Butterkekse eine andere Konsistenz als Löffelbiskuits haben. Sie sind fester und brauchen ein bisschen mehr Flüssigkeit.

Jetzt kommt noch eine Schicht Creme auf die Kekse bevor die Schokoflocken darübergestreut werden. Die Kirschen noch darauf verteilen und dann ist die zweite Keksschicht an der Reihe. Die zweite Keksschicht wird genauso beträufelt wie die Erste. Nun wird die restliche Creme auf die Kekse gestrichen und das Tiramisu wandert mit einer Frischhaltefolie bedeckt für 3 -5 Stunden in den Kühlschrank. 3 Stunden muss es mindestens ziehen, 5 Stunden wären natürlich besser. 😉

Nach ein paar Stunden im Kühlschrank ist das Tiramisu fertig. Jetzt wird es noch mit Schokoflocken bestreut und mit Kirschen dekoriert. Bitte die Schokoflocken nicht vor dem Ruhen auf das Tiramisu geben. Die Flocken zergehen teilweise während der Zeit im Kühlschrank auf der Creme und das sieht nach ein paar Stunden nicht sehr schön aus. Deshalb bestreue ich das Tiramisu erst vor dem Servieren. So sieht es frisch und hübsch aus. 🙂

Jetzt ist das Tiramis fertig und kann genossen werden.

Schaut doch köstlich aus oder?


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